Bußgeld wegen offenem E-Mail Verteiler gegen den jeweiligen Mitarbeiter als Absender

Das Bayerische Landesamt für Datenschutzaufsicht (BayLDA) hat gegen einen Mitarbeiter eines Unternehmen einen Bußgeldbescheid verschickt, da dieses eine E-Mail mit einem offenen Verteiler an verschiedene Kunden verschickt hatte.

In dem vom BayLDA beanstandeten Verfahren enthielt die entsprechende E-Mail insgesamt etwa 10 Seiten Text, wobei lediglich weniger als eine halbe Seite den eigentlichen Inhalt der E-Mail ausmachte. Der übrige Teil der E-Mail bestand aus den verschiedenen E-Mail Adressen, die aus Vor- und Nachnamen bestehen.

Das BayLDA wertete jede einzelne Adresse als personenbezogene Daten und kam daher zu der Bewertung, dass eine Übermittlung dieser nur mit Einwilligung des Betroffenen bzw. bei Vorliegen einer Erlaubnisnorm zulässig sei.

Eine Zulässigkeit nach § 28 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 BDSG schied jedoch aufgrund der Grundsätze der Zweckbindung und der Datensparsamkeit aus. Hiernach solle die Übermittlung an beliebige Dritte Kunden nicht legitimiert gewesen sein.

Schließlich ist noch zu beachten, dass sich der Bußgeldbescheid gem. § 43 BDSG an die Mitarbeiterin des Unternehmens, die die E-Mail versendet hatte, persönlich und nicht an ihr Unternehmen richtete.

 

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