Sittenwidrigkeit der Kosten eines Schlüsseldienstes

Das AG Köln hat mit Urteil vom 22.07.2013 – 137 C 636/12 entschieden, dass dem Auftraggeber eines Schlüsseldienstes aufgrund einer Zwangslage u.U. ein Rückerstattungsanpruch wegen Nichtigkeit des Werkvertrages zustehen kann.

Es stelle eine Zwangslage dar, dass ein Auftraggeber vor der Tür eines von ihm bewohnten Hauses über eine Stunde stehen musste, nachdem er einen Handwerker zur Öffnung einer Haustür bereits gerufen hatte. Stellt der Handwerker sodann nach erfolgter Öffnung der Tür eine deutlich überhöhte Rechnung, so kann dies nach § 138 Abs. 2 BGB zur Nichtigkeit des Vertrages führen, so dass der Auftraggeber bei bereits erfolgter Zahlung einen Rückerstattungsanspruch gegen den Handwerker hat.

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