Urheberrechtsverletzung trotz Benennung des Urhebers im Wege des Mouseover-Effekts

Das AG Düsseldorf hat mit Urteil vom 03.09.2014 – 57 C 5593/14 entschieden, dass es bei einer Verpflichtung zur Angabe des Urhebers bei der Veröffentlichung eines Fotos im Internet nicht ausreiche, dass dieser nur im Wege des sog. Mouseover-Effekts angezeigt wird. Begründet hat das Gericht seine Auffassung damit, dass die Bezeichnung des Urhebers grundsätzlich dauerhaft erfolgen müsse, was bei dem Mouseover-Effekt nicht gegeben sei. Allerdings sei bei der grundsätzlich üblichen Verdopplung des Verletzerzuschlages im Rahmen des Schadensersatzes zu berücksichtigen, dass der Urheber – zumindest eingeschränkt – benannt würde. Daher sei ein Verletzerzuschlag von 75 % ausreichend.

 

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